Bibliografie
1. November 1999
Prestel-Künstlerlexikon
Kunst und Künstler im 20. Jahrhundert
Gottfried Helnwein
Helnweins Thema ist der malträtierte, unterdrückte Mensch, am beeindruckendsten in einer Serie von mißhandelten und verstümmelten Kinderköpfen (1969). Dieses Thema inszeniert er auch in Fotoserien und Installationen sowie Performances ("Blut für Helnwein", 1972). Nach 1985 kombiniert er großformatige Fotos mit abstrakt-gestischer Malerei ("Der Beweis", 1986). In Helnweins Kunstauffassung offenbart sich ein obsessiver Realismus, der die verdrängte, tabuisierte »Nachtseite« der menschlichen Zivilisation in packenden Metaphern veranschaulicht.
Woher kommen die Begriffe Action Painting, Rayogramm und Ready-made? Was ist Konzeptkunst, eine Frottage oder Informel? Mit welchen Werken wurden Pablo Picasso, Max Beckmann oder Frida Kahlo bekannt? Wer oder was sind die Fauves, die Blaue Vier, COBRA? Welche Stilrichtung vertreten Tina Modotti, David Burljuk, Teun Hocks? Diese und ähnlich Fragen, die jedem Kunstinteressierten schon einmal begegnet sind, beantwortet dieses Lexikon schnell und präzise: über 1400 knapp gefaßte, informative Stichworte von 40 kompetenten Kunsthistoriker/innen. Über 800 beispielhafte, vorwiegend farbige Abbildungen zu den wichtigsten Stichworten Künstler/innen und Künstlergruppen aus aller Welt Internationale Kunststile des 20. Jahrhunderts Trends und Techniken Mit einer umfassenden, weiterführenden Bibliographie.
Helnwein, Gottfried
Bildende Künstler H-L
Geboren: 1948 in Wien.
lebt in Zürich. Maler, Grafiker, Performance-Künstler. 1969-73 Studium an der Kunstakademie Wien. 1985-98 in Deutschland. 1987 Installation und Ausstellungsoper "Der Untermensch "(Kunsthalle Bremen). Seitdem zahlreiche Ausstellungen. Helnweins Thema ist der malträtierte, unterdrückte Mensch, am beeindruckendsten in einer Serie von mißhandelten und verstümmelten Kinderköpfen (1969). Dieses Thema inszeniert er auch in Fotoserien und Installationen sowie Performances ("Blut für Helnwein", 1972). Nach 1985 kombiniert er großformatige Fotos mit abstrakt-gestischer Malerei ("Der Beweis", 1986). In Helnweins Kunstauffassung offenbart sich ein obsessiver Realismus, der die verdrängte, tabuisierte »Nachtseite« der menschlichen Zivilisation in packenden Metaphern veranschaulicht.

Impressum© Prestel Verlag, 2002




nach oben