![]() |
|||||||||||||||||||
|
| |||||||||||||||||||
![]() | ![]() |
||||||||||||||||||
![]() | ![]() | ![]() |
|||||||||||||||||
![]() | ![]() | ![]() |
|||||||||||||||||
| Herbert Muck | ||
| Philosoph und Theologe, Kunstwerke und religiöse Vorstellungen des 20. Jahrhunderts |
"Das Bild des Menschen in der Leidensnot, des unschuldig Verfolgten und Gequälten, das aus der Kunstgeschichte in zahllosen Märtyererszenen bekannt ist, entsteht immer wieder neu. In den Bildern von Gottfried Helnwein ist Betroffenheit über Schmerz und Ausweglosigkeit in der Situation des Kindes dargestellt. Das Kind ist die Gestalt des Unterlegenen, Abhängigen, Ausgelieferten und Ausgenützten. Unter dem Druck einer auf Anpassung drängenden Erwachsenenwelt werden ihm tiefe Verletzungen eingeprägt, entstellende Traumata. |
|
| Prestel Kuenstlerlexikon |
"Helnweins Thema ist der malträtierte, unterdrückte Mensch, am beeindruckendsten in einer Serie von mißhandelten und verstümmelten Kinderköpfen (1969). Dieses Thema inszeniert er auch in Fotoserien und Installationen sowie Performances ("Blut für Helnwein", 1972). Nach 1985 kombiniert er großformatige Fotos mit abstrakt-gestischer Malerei ("Der Beweis", 1986). In Helnweins Kunstauffassung offenbart sich ein obsessiver Realismus, der die verdrängte, tabuisierte »Nachtseite« der menschlichen Zivilisation in packenden Metaphern veranschaulicht." |
|
| Aidan Dunne | ||
| art critic, The Irish Times |
"Scale is an important part of his strategy because, he wants to engage with the widest possible public. To this end, transgression is also central. Many of his images set out expressly to stop us in our tracks, confronting us with scenes of what look alarmingly like grotesque surgical experiments, of horrible torture, of children in distressing situations, of distorted and mutated flesh. |
|
| Julia Pascal | ||
| New Statesman, UK |
"In his last will, the Austrian playwright Thomas Bernhard, who died in 1989, banned the production of his texts on home soil. Bernhard never hid his fury at Austria's refusal to admit its history. Helnwein, born in 1948, clearly shares Bernhard's view. He is furious about Austria's self-image as victim of the Third Reich, rather than its willing collaborator. |
|
| Nava Semel | ||
| Author, Playwright |
"Helnwein is a great believer in the ability of art to pass emotional memory on, as a reminder of the past or mainly as a warning of what the future might hold, for humanity, as far as he is concerned, has not learnt its lesson. Is there atonement in his artistic endeavors? I prefer the Jewish concept of “tikkun”, purification of the soul. It has a deeper meaning than the physical healing of scars, for it elevates us to the highest sphere of the spirit. The wounded girls close their eyes, but they are not blind. Behind their closed lids their gaze is clear and penetrating." |
|
| Julia Weiner | ||
| Jewish Chronicle, London |
"Austrian artist Gottfried Helnwein's powerful and haunting paintings provide a disturbing commentary on Nazism and the Holocaust, regularly provoking outraged reactions from right-wingers in his native land and in Germany. |
|
| Medb Ruane | ||
| The Sunday Times, UK |
"The disturbing Work of Helnwein comes to Ireland Helnwein is a headline artist who works in tight sound bites on a very large scale. The works brand themselves with proof of his technical know-how in various media and are endorsed by the coolest celebrities of his generation. So much for the cover-story, so what lies within? Headlines lure you into stories that make you want to cry, smile or help to change the world. But when they stop at your own skin, you can get a sinking feeling, a sense of the bigness and badness outside and the impossibility of change." |
|
| Simon Wiesenthal | ||
| Holocaust survivor, Human Rights Activist |
"Not even the children were spared; they, too, fell victim to the destruction. |
|
| Charles-Henri Favrod | ||
| Director Musée de l'Elysée Lausanne |
"I admire the work of Gottfried Helnwein a great deal. This photographic testimony encourages reflection and provokes the examination of conscience, which is necessary for every one of us where racism is concerned. The laceration of the portraits is proof of the fact that we cannot be indifferent to the warning of the "final solution". I consider myself lucky to be able to exhibit this gallery of memories in its present form in Lausanne. |
|
| Marilyn Manson | ||
| musician, poet, artist |
"Congratulations Gottfried - you are the greatest inspiration." |
|
| Peter Gorsen | ||
| Kunstwissenschaftler, Vienna |
"Helnwein hat den "ruhig theatralischen" Verzückungsgestus seines Selbstbildnisses mit der heroischen Haltung der leidenden Sebastians-Figur verglichen und beides zum Stigma des Künstlers im 20. Jahrhundert, einer quasi religiösen Erlöserfigur, verallgemeinert. |
|
| Holger Gertz | ||
| Sueddeutsche Zeitung |
"Amstetten zwischen Fassungslosigkeit und Medienrummel: Ein Verlies mitten im Ort, ein Vater, der den Kindern ein Martyrium antut - wie man nun die Teile von etwas Unbegreiflichem zusammenzufügen versucht. Das Verlies von Amstetten berührt auch etwas im Innersten der Österreicher, ihre dunkle Seite, die sich spiegelt in den Gedichten ihrer Autoren. Und in den Bildern von Gottfried Helnwein, wo Menschen zu sehen sind, denen Gabeln in die Augen gedrückt werden. Oder Mädchen, denen das Blut die Beine herunterläuft. Helnweins Bilder sind Albträume, sie handeln von Verliesen in den Köpfen..." |
|
| Andreas Platthaus | ||
| Frankfurter Allgemeine Zeitung |
"Von jeher hat die Verwundbarkeit von Kindern im Mittelpunkt von Helnweins Schaffen gestanden. In seinem neuen, 2003 begonnenen Zyklus kommt die digitale Fotografie zu ihrem Recht, die den Aufnahmen liegender uniformierter Mädchen eine neue Qualität der Kälte verleiht. Weiß geschminkt, eine Träne im Augenwinkel und stieren Blicks starren diese Protagonistinnen eines zeitgemäßen Schlafs ins Nichts, und wie selten gelingt Helnwein dabei der Spagat zwischen Intimität und Überwältigung. |
|
| Gisela Vetter-Liebenow | ||
| Wilhelm Busch Museum, Hannover |
"Karikatur ist nach Werner Hofmann, dem ehemaligen Direktor der Hamburger Kunsthalle, "als Darstellungstyp eine sublimierte Form der Verletzung." Francisco de Goya gehört mit seinen Caprichos, besonders seinen "Desastres de la Guerra" deshalb ebenso dazu wie Käthe Kollwitz - oder Gottfried Helnwein. Die Arbeiten von Helnwein stehen aber auch in einer Linie mit den Kupferstichen eines William Hogarth. In der Mitte des 18. Jahrhunderts hat er seine "modern moral subjects", seine "modernen Sittenbilder" entworfen, die der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten haben - und Helnwein wie Hogarth haben eine subtile Balance zwischen ästhethischer Form und erschreckendem Inhalt gefunden." |
|
| Peter Frank | ||
| Art-critic, writer, Senior Curator at the Riverside Art Museum |
"Austrian-born and educated and now living Los Angeles, Helnwein employs a hyperrealist manner that will remind Americans of Gerhard Richter but, if anything, works to opposite effect. Rather than re-confirm post-modernist cynicism, Helnwein rekindles post-war anguish. This selection, going back more than three decades, emphasizes his preoccupation with the image of the child, from early Nitsch- and Schwarzkogler-influenced photo-actions (with the requisite bandages) to recent large portrait-like heads and depictions of Christ-child-like babes attracting odd, menacing crowds: tinged with surrealism, it’s an enduring shame and anger at the Nazi past – and the artist’s suspicion that Naziism hasn’t been eradicated." |
|
| Meisterwerke der Kunst, Isis Verlag, Schweiz |
"Helnwein gehört mittlerweile zu den international populärsten Malern der Gegenwart. Seine künstlerischen Ursprünge liegen allerdings in seiner österreichischen Heimat: Mit dem Magischen Realismus Hausners verbindet ihn die ins Surreale gehende Überzeichnung des Bildgegenstandes, mit Hermann Nitsch und dem Wiener Aktionismus der Hang zur Inszenierung von Blut, Gewalt und Perversion." |
|
| Rick Poynor | ||
| Writer |
" In art we can experience Holocaust at the Imperial War museum, Apocalypse in RCA, and we can just view Euguene Smith's photographs and Helnwein's amazing art within stupefaction, or we can even find ourselves attached with Tarantino's 'ironic, affectless and funny' violent images... |
|
| Christoph Pridun | ||
| Wirtschaftsblatt |
"Bereits während der Studienzeit entwarf er seine ersten hyperrealistischen Gemälde von verwundeten und gequälten Kindern. Diese Aktionen und Ausstellungen provozierten und riefen immer wieder Stürme der Entrüstung hervor. Eine Aussteluung musste wegen heftiger Proteste sogar abgebrochen werden. Kunstexperten verglichen diese Reaktionen mit dem Unverständnis, das Malern wie Schiele und Munch zu Lebzeiten entgegengebracht wurde." |
|
| Kurt Eitelbach | ||
| Direktor, Mittelrhein-Museum, Koblenz |
"Wie kann angesichts dessen, was unsere Gegenwart mit ihrer gnadenlosen Mechanisierung des Arbeitslebens und dem unerbittlichen Erfolgszwang, mit der Mediendiktatur und der Reizüberflutung in Gehirn und Seele anrichtet, wie kann man sich da über Helnweins ‚Visagen’, denen die Lust zu quälen, die Qual aber auch des eigenen Herzens wie mit einem Stempel aufgeprägt ist, wie kann man sich noch darüber wundern, geschweige denn entsetzen – als ob die Sanatorien und Heilanstalten nicht überfüllt wären von den Opfern unserer Zeit, die es so herrlich weit gebracht hat. Helnwein führt uns das vielfache Ausgeliefertsein des Menschen vor Augen: das Ausgeliefertsein der Technik; das Ausgeliefertsein den Medien, den Spritzen, dem Krankenhausterror. Aber auch die Sucht nach Betäubung in Drogen und Injektionen. Er zeigt uns die Flucht in eine zweite Existenz. Eine Existenz des Rausches" |
|
| G. Brugner-Rosenbaum | ||
| Kunstkritiker |
"Dieser junge Künstler malt das lautlose Sterben voll poetischer, melancholischer Schönheit. |
|
|
|