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17. November 2005
Lentos Museum Linz
Lentos Museum Linz-Programm 2006
Ausstellungen im Überblick
Mit Gottfried Helnwein wird in der ersten Jahreshälfte einer der international meist diskutierten Künstler österreichischer Herkunft in einer großen Werkschau vorgestellt.
Ausstellungen im Überblick

Linz (stadt) - Die Ausstellungen des Lentos Kunstmuseums Linz im Jahr 2006 folgen weiterhin der Programmatik, mit der das Haus sich seit dem Frühjahr 2004 im österreichischen wie im internationalen Kunstbetrieb klar positioniert:
Ambitionierte Arbeit mit der Sammlung, um den Bestand – das kulturelle Erbe – an Werken des 19. bis zum 21. Jahrhundert für das Publikum und für die Wissenschaft zu erschließen und in ungewohnten Zusammenhängen (neu) zu vermitteln.
Dazu eine reiche Folge von Wechselausstellungen vorwiegend zeitgenössischer Kunst, die Linzer und überregionalen Besucherinnen und Besucher einflussreiche Positionen österreichischer wie internationaler Kunst vorstellt, beziehungsweise diese in thematische Zusammenhänge stellt.
Mit Gottfried Helnwein wird in der ersten Jahreshälfte einer der international meist diskutierten Künstler österreichischer Herkunft in einer großen Werkschau vorgestellt. Geplant ist für den Herbst eine ebenfalls umfassende Personale („Mid-Career“-Schau) der österreichischen Malerin, Video- und Projektkünstlerin Johanna Kandl.
Internationaler Ausrichtung und dem Bekenntnis zu jüngeren Positionen folgen die Ausstellungen von Vanessa Jane Phaff, sowie die gemeinsam mit „Redcat“/Los Angeles beauftragte Filmproduktion von Edgar Arceneaux und Charles Gaines.
Die internationale Tournee-Ausstellung „Museen im 21. Jahrhundert: Ideen, Projekte, Bauten“ wird sich – in Österreich exklusiv im Lentos – der kulturellen „Leitdisziplin“ Architektur und den zeitgenössischen Architektur-Stars widmen.
Die erste neue Hängung der Sammlung zu Jahresbeginn überrascht mit einer unkonventionellen Gegenüberstellung. Für „Nomaden im Kunstsalon. Begegnungen mit der Moderne von Joseph Beuys bis Sol Lewitt“ werden Meisterwerke der Abstraktion aus der Lentos-Sammlung wertvollen anatolischen Kelims gegenüber gestellt – eine Untersuchung elementarer Gestaltungsprinzipien über die Grenzen von Kulturräumen und Epochen hinweg.
Im Sommer wird der große Saal zur Bühne für den reichhaltigen Bestand der Skulpturen und Plastiken aus der Sammlung. Das gibt nicht nur Gelegenheit, dieses heute erneut relevante Genre künstlerischer Formfindung in historischthematischen Verbindungen zugänglich zu machen. Die Ausstellung ist auch Anlass für die Veröffentlichung des dritten Bandes der Bestandskataloge des Lentos (nach „Malerei“ und „Photographie“), sowie einer Sanierung und Neu-Vorstellung der Arbeiten des Forum Metall im Donaupark.
Weiterhin eingerichtet bleibt die Hängung der Klassiker aus der Sammlung „Vom Biedermeier bis zur zweiten Republik“, die jeweils mit einem „Werk im Fokus“ und neuen Zusammenstellungen dynamisiert wird.
Selbstverständlich steht das Museum in bewährter Weise Kooperationen mit anderen Linzer Kulturinstitutionen offen, wobei die Ausstellung zur Ars Electronica bereits zum Fixpunkt geworden ist.
Winterausstellung
Eine Winterreise durch das reiche Depot der Sammlungen der Museen der Stadt Linz vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart präsentiert das Lentos in der kommenden Ausstellung „STILL“ vom 17. November bis 5. Februar 2006.
Spannende Vergleiche und viele Neuentdeckungen - vor allem der oberösterreichischen Kunst der Zwischenkriegszeit in der Konfrontation mit Meisterwerken der Fotografie und der klassischen Kunstgeschichte.
Anhand von zwölf Gemälden, 22 Zeichnungen beziehungsweise Grafiken, 25 Fotografien und einem Weihnachtsengerl erschließt sich das Winterthema der 1947 gegründeten Sammlung der Neuen Galerie der Stadt Linz und des 1973 eröffneten Stadtmuseums Nordico.
So ist die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts mit einem bislang kaum gezeigten Panoramabild des oberösterreichischen Spätbiedermeiers (Friedrich Höhnel, Gasslfahren Linz, 1879) vertreten.
Ein besonderes Glanzstück der Präsentation sind hochkarätige Grafiken des oö. Secessionismus und Expressionismus (Carl Anton Reichel, Margret Bilger, Hanns Kobinger, Egon Hofmann). Neben der „Weihnachtsbescherung“ von Lovis Corinth werden im neu gestalteten Untergeschoss eine interessante Auswahl von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken der Neuen Sachlichkeit präsentiert, darunter Hauptwerke von Franz Sedlacek (Schiwiese/Hl. drei Könige), Hans Pollack (Winterlandschaft/Hl. drei Könige) und Klemens Brosch, die zu den wichtigsten Vertretern dieser auch in Oberösterreich prominent vertretenen Stilrichtung zählen.
Der österreichische Spätexpressionismus ist durch selten gezeigte Gemälde von Ernst Huber und Josef Dobrowsky, durch Holzschnitte der Oberösterreicher Hanns Kobinger, Egon Hofmann sowie von Margret Bilger beziehungsweise durch Radierungen von Alfred Hrdlicka vertreten.
Zahlreiche Fotografien zeigen interessante, teilweise historische Ansichten von Linz, Alt-Urfahr und dem Mühlviertel. Heinz Bitzans stimmungsvolle Winter-Landschaften, Gerhard Trumlers „Schneeräder“ und die großformatige Farbfotografie einer Ansicht von „Proleb“, des kürzlich mit dem World Press Contest - Preis ausgezeichneten Fotografen Alfred Seiland, sind neben den „Priesterseminaristen im Schnee“ von Mario Giacomelli und der Schenkung von Maximilian Koller besondere Glanzstück der Präsentation.
Die Winterpräsentation wird durch Grafiken aus der Sammlung DDr. Navratil erweitert. Die 313 Werke umfassende Stiftung „zustandsgebundener Kunst“ zeigt Weihnachtsbäume von Oswald Tschirtner und Franz Kernbeis, Krampus und Engel von Johann Hauser, sowie Engel des in Gallneukirchen lebenden Herbert Schlossern.
Otto Mauers Zitat: „Kunst ist Extase des Herzens“
wurde zum Gesamtmotto einer Weihnachts-Präsentation, die anhand von exemplarischen Beispielen versucht, Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als vielfältige, pulsierende Erscheinungsform, die viele Menschen bewegt, zu behandeln.
Ausstellungsprogramm 2006

MEISTERWERKE AUS DER SAMMLUNG: Vom Biedermeier bis zur 2. Republik
Dauerpräsentation
MATT MULLICAN: model architecture
bis 19. Februar 2006
Werk im Fokus: Heinrich Heidersberger anlässlich seines 100. Geburtstages
9. Jänner bis Ende Juni 2006
NOMADEN IM KUNSTSALON. Begegnungen mit der Moderne
Eröffnung 26. Jänner, 19 Uhr
27. Jänner – 10. September 2006
SYMPOSIUM: KELIM UND MODERNE, 3. bis 5. März 2006
VANESSA JANE PHAFF
16. Februar bis 16. April 2006
GOTTFRIED HELNWEIN
Eröffnung 9. März 2006
10. März – 5. Juni 2006
EDGAR ARCENEAUX und CHARLES GAINES: A RIVER (Arbeitstitel)
Eröffnung 27. April, 19 Uhr
28. April – Mitte August 2006




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