Österreich
13. Juni 1999
Kurier, Wien
Chronik
Apokalypse mit einem Schimmer Hoffnung: Helnwein und Kubin.
KREMS Helnwein & Kubin Erstmals werden im Rahmen des nö. Donaufestivals zwei Ausstellungen mit Bildern von Alfred Kubin und Gottfried Helnwein gezeigt. Die Gemeinsamkeit der Künstler: Der vor 40 Jahren verstorbene Kubin malte ähnlich apokalyptische Darstellungen wie Helnwein, der in Irland lebt und seit zehn Jahren erstmals in Österreich ausstellt. Bedrohlich-Bedrückendes steht bei beiden im Mittelpunkt der Arbeiten.
Doch zumindest die großformatigen Helnwein-Bilder - eigens für die Ausstellung gemalt - strahlen Hoffnung aus. Während Helnwein mit gigantischen Formaten arbeitet, sind von Kubin kleine Bilder zu sehen.
"Erstmals werden Werke dem Raum gerecht", so der Kremser Weinstadt-Museumsleiter Franz Schönfellner. Helnwein nutzt die Wirkung des gotischen Kirchenbaues im ehemaligen Dominikanerkloster, geht mit einem Bild sogar auf Wandfresken ein. Und schafft mit einigen Zeichnungen im Kreuzgang einen fließenden Übergang zur Kubin-Ausstellung in einem angrenzenden Klostertrakt. Die ehemaligen Schlafzellen der Mönche sind geöffnet und bilden einen langen Raum, in dem spezielle Beleuchtung die Atmosphäre noch verdichtet. Besonders eindrucksvoll wirkt der Raum, wenn man in einem der bereitgestellten Designer-Sofas Platz nimmt. Die Kubin-Werke (Versicherungswert 40 Mio. S bzw. 3 Mio. ) stammen größtenteils aus OÖ. G. W.
Di bis So, 10 bis 19 Uhr, Dominikanerkirche Krems; Körnermarkt 14; Eintritt: 80 S (5,81 ); Kinder bis 15 J.: 40 (2,9 ) S. Tel.: 02732/801-567.




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