Dissertationen
12. März 2012
Kunsthochschule Berlin-Weissensee
Betreuer: Prof.Dr. Matthias Bleyl
Julia Neufeld
Gottfried Helnwein Das Kind, der Schrei, das Blut
Diplomarbeit
Gottfried Helnweins Bilder scheint man hören zu können. Die Empathie zu schreienden und gequälten Menschen ist da. Diese Menschen sind oft noch Kinder. Hilflose Kinder, deren Blut noch warm fließt, deren malträtierte Körper frisch verbunden sind. Gemalt von dem, der sich erinnert. An die Kinder-Euthanasie, an die, die im Schatten des Schreckens sitzen, die sich nicht zu wehren wagen und es auch nicht können. Sie sind eingesperrt in der Finsternis, und wenn sie den Versuch eines Schreis machen, wird sie doch niemand hören. Es ist eine Alptraumwelt, ein Teil von ihr existiert real, der andere Teil ist die Angst. Es gibt leere, einfarbige Räume, versehen mit Löchern und Gruben, in die die Kinder reinzufallen drohen. Oder sind es schon die sorgsam vorbereiteten Gräber, die wartend das Kind empfangen? Ein Kind nimmt das hingebungsvoll hin und hat keine Angst mehr vor dem Dunkeln und dem Fall ins unendliche Schwarz, doch hat es dabei die Augen verbunden. Ein anderes Kind ist unentschlossen und schwebt zwischen Leben und Tod.
The Murmur of the Innocents 14
mixed media (oil and acrylic on canvas), 2010






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